Ärztekammer greift PRAEVENIRE Forderung auf

Die unabhängige Expertenplattform für das österreichische Gesundheitswesen PRAEVENIRE trifft mit ihrer Forderung nach einer besseren Patientenlenkung einmal mehr ins Schwarze.

(Wien/OTS) – „“Es ist eine Bestätigung für unsere Arbeit, dass nun auch die Österreichische Ärztekammer unsere langjährige Forderung nach einem besseren System für die Patientenlenkung aufgreift. Das zeigt, dass wir mit unseren Themen einen Nerv treffen““, so PRAEVENIRE Präsident Dr. Hans Jörg Schelling.

Am Freitag veröffentlichte die ÖAK einen Vorstandsbeschluss zur strukturierten Patientenlenkung, der Missstände im System beheben soll. In einer europäischen Vergleichsstudie zur Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung läge Österreich vor Bulgarien auf einem traurigen zweitletzten Platz – „Dr. Google“ gilt als vertrauenswürdige Quelle für Gesundheitsfragen.
Entlastung der Spitäler

Zentrale Forderungen von PRAEVENIRE und ÖAK in Bezug auf die Patientenlenkung sind einerseits die Stärkung des niedergelassenen Bereichs, um Spitalsambulanzen zu entlasten, verbunden mit einer freien Arztwahl. Anderseits geht es um die Bewusstseins- und Kompetenzförderung in der Bevölkerung, die zusammen mit einem Lotsensystem für eine optimierte Nutzung der Ressourcen sorgen soll: „“Ziel ist es, Honorierungssysteme zu etablieren, die den Ärztinnen und Ärzten mehr Zeit für die Patientenaufklärung einräumen. Hausärztinnen und -ärzte haben zudem eine wichtige Lotsenfunktion““, erklärt Hans Jörg Schelling.

Das „Lotsensystem Hausärzt:in“ könnte sinnvollerweise mit einem sogenannten Einschreibmodell verknüpft werden, wie es in Skandinavien Standard ist. Dies würde nicht nur zu früheren Diagnosen und damit früheren therapeutischen Maßnahmen führen, sondern auch Folgeschäden bzw. Folgeerkrankungen vermeiden helfen, die das Gesundheitssystem stark belasten. „Dieses Lotsensystem sollte auch bei strukturellen Entscheidungsprozessen und der Planung des Patientenpfades im Fokus stehen“, fordert PRAEVENIRE.

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