Corona-Krise: Schweiz stellt Organspenden landesweit ein

Aufgrund der Corona-Pandemie werden Organspenden nun schweizweit eingestellt. Die Massnahmen sollen potenzielle Ansteckungsrisiken für Spender und Empfänger mindern.

Die Ausbreitung des Coronavirus hat in der Schweiz nun auch Auswirkungen auf Organspenden und Transplantationen. Wie Swisstransplant am Dienstag (17. März) bekannt gab, werden sämtliche Lebendspenden von Organen schweizweit bis auf Weiteres eingestellt. Die Massnahmen wurden als vorübergehende Lösung beschlossen, um das potenzielle Risiko für Spender sowie Empfänger zu reduzieren. Darüber hinaus seien die Ressourcen in den operierenden Zentrumsspitälern derzeit sehr knapp.

Dauer des Transplantationsstopps unklar

Schon Anfang März machte Swisstransplant auf die mit dem Coronavirus einhergehenden Veränderungen in der Organspende aufmerksam. Spender wurden zuvor mittels eines Abstrichs in Nase und Rachen auf das Virus Covid-19 getestet. Bei einem positiven Ergebnis waren Lungentransplantationen ausgeschlossen. Über die übrigen Organe sollte Rücksprache mit einem Infektiologen gehalten werden. Nun wurden sämtliche Transplantationen und Spenden eingestellt. Wie lange der Stopp dauert, ist noch nicht bekannt