Roberto Canali, Vorsitzender nierene 2004-2010 ist verstorben

Nachruf auf Roberto Canali(9.10.1948 -11.8.2019)Vorsitzender nierene 2004-2010

Mit Roberto Canali ist nun innerhalb weniger Monate ein weiterer Mensch von uns gegangen, der die Geschichte des Nierenkrankenvereins so sehr geprägt hat. Ergriffen nehmen wir Anteil am Schmerz seiner Familie und behalten Roberto als herzensguten und großzügigen Menschen in Erinnerung, der uneigennützig und selbstlos allen geholfen hat, die Hilfe brauchten.Als Vereinsvorsitzender von 2004 bis 2010 hat er eine ganze Reihe von Initiativen zur Unterstützung der Patienten und zur Sichtbarkeit unseres Vereins begonnen, die auch in den Jahren nach der Niederlegung seines Amtes fortdauerten. Er hat in enger Zusammenarbeit mit seinem, auch von uns allen betrauerten Freund und jahrelangen Kassier des Vereins, Dr. Augusto Manzini (+2011), den Kontakt mit den Gesundheitsbehörden unseres Landes aufgenommen, um den Weg zu bereiten, damit auch in Südtirol die Entnahme von Spenderorganen möglich wurde. Als Erster hat Roberto das Problem der Ineffizienz der Gefäßchirurgie in Bozen bei den Shuntoperationen an die Öffentlichkeit getragen und hat auch dazu beigetragen, dass die Dialysepatienten in der 2008 umgebauten Dialyseabteilung im Krankenhaus Bozen komfortabler untergebracht waren.

Organisator, Infostand am Weltnierentag und „Marenden Nachmittage“

Wir erinnern uns an ihn als Organisator und Animateur von unvergesslichen Vereinsausflügen, als Organisator der großartigen 30-Jahr-Feier des Vereins im Theater von Leifers und vieler Marenden-Nachmittage mit den Vereinsmitgliedern an den entlegensten Orten des Landes, als denjenigen, der die Infostände anlässlich des Weltnierentages eingeführt hat und jahrelang das Standl von nierene am Bozner Christkindlmarkt betrieben hat, das unser Verein erst dann aufgeben musste, als Robertos gesundheitlicher Zustand diese große Belastung nicht mehr zuließ. Seinen großen Fähigkeiten am Computer verdanken wir das heute noch benutzte Programm für die Spesenrückvergütungen für unsere Mitglieder und auch unseren ersten Internetauftritt 2004, mit dem unser Verein über die Grenzen des kleinen Südtirols hinausgegangen ist.Trotz seines Leidensweges und des in den letzten Jahren sich unaufhaltsam verschlechternden Gesundheitszustands, der es ihm nicht mehr ermöglichte, persönlich an unserem Vereinsleben teilzunehmen, hat Roberto uns bis zuletzt seine wertvolle Mitarbeit angeboten.

Lieber Roberto, wir werden deine Großzügigkeit, deine Feinfühligkeit und deinen Einsatz, die du den Nierenkranken gewidmet hast, niemals vergessen und wir danken dir, dass du mit uns ein Stück Geschichte des Nierenkrankenvereins geschrieben hast. Die ewige Ruhe sei dir gegönn!

Annalisa, Franziska, Gertrud, Gustav, Petra, Regina und Ulrich
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