Steiermarks Landesobmann Rolf Klinger wird heute 75 – Die ANÖ würdigt seine Verdienste!

Rolf Klinger wurde am 17.07.1944 während des 2. Weltkrieges geboren. Bereits mit 42 Jahren zog er sich aufgrund erhöhtem Blutdruck eine Nierenerkrankung zu.

Rolf Klinger, Obmann der Interessensgemeinschaft Niere Steiermark, vollendet heute sein 75. Lebensjahr und leitet seit 18 Jahren den Landesverein in der Steiermark cANÖ/Archiv

(ANÖ/Egon Saurer) 10 Jahre konnte Rolf Klinger durch die damals angewandte Kartoffel-Ei-Diät mit eingeschränkter Nierenfunktion die Dialyse aufhalten. 4 Jahre musste Klinger dann noch die Dialysebehandlungen in Graz absolvieren, ehe er im August 2000 im Universitätsklinikum Graz erfolgreich Nierentransplantiert werden konnte.
Vor 33 Jahren ist Rolf Klinger bereits der 1. Steirischen Interessensgemeinschaft für Dialysepatienten und Nierentransplantierten, wie der Verein damals hieß, beigetreten. Der Verein besteht bereits seit 38 Jahren und wurde von Gerold Schackl und Franz Wiedner gegründet. Am 21.10.1981 fand die Gründungsversammlung statt. Damals in den Achtziger-Jahren war eine Dialysebehandlung noch beschwerlich und dauerte acht bis zehn Stunden. Patienten, so Rolf Klinger, mussten zu jener Zeit in der Steiermark noch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem eigenen Auto zur Dialyse „anreisen“.

Mangelware Dialyseplätze

Dialyseplätze waren Mangelware. Der Verein setzte sich für die Einführung von Dialysetaxis und die Kostenübernahme für die Anmeldung zur Transplantation ein.
1983 wandte sich der neu gegründete Verein mit einem Hilferuf an das Land Steiermark, da dem LKH Graz die technischen Voraussetzungen fehlten um rund um die Uhr Gewebstypisierungen durchführen zu können. Das war aber eine Bedingung um bei Eurotransplant aufgenommen zu werden. Inzwischen werden alle (transplantationsfähigen) Nierenpatienten der Steiermark in Eurotransplant gelistet!

2001 zum Obmann der 1. Steirische Interessensgemeinschaft für Dialysepatienten und Nierentransplantierten gewählt

2001 wurde Rolf Klinger als Nachfolger von Franz Wiedner zum Obmann des Vereins gewählt. Diese Funktion hat er bis heute inne und ist stets ein treuer Teilnehmer bei den Tagungen der Arge „Niere Österreich“. Unter seiner Führung erfolgte die Umbenennung des Steirischen Vereins in „Interessengemeinschaft Niere Steiermark“. Auch die Vereinszeitung „Wir“, die drei Mal im Jahr erscheint wurde unter seiner Obmannschaft ausgebaut und die Erscheinung gesichert. Unter seiner Führung wurde in der Steiermark auch das Projekt „Niere 60/20“ in die Landeszielsteuerungskommission implementiert. Mit der Nephrologie unter der Führung von Univ. Prof. Dr. Alexander Rosenkranz findet zum Wohl der Nierenpatienten eine abgestimmte und wirkungsvolle Zusammenarbeit statt. Jedes Jahr veranstaltet der Verein neben diversen Aktivitäten zum Weltnierentag in Zusammenabriet mit der Grazer Nephrologie ein Patientensymposium mit  Themenschwerpunkten. Im März dieses Jahres wurde das Thema Übergewicht behandelt.

Die Arge Niere Österreich bedankt sich bei Rolf Klinger für die Arbeit zum Wohl aller Nierenpatienten und seinem Einsatz in der Steiermark.Wir wünschen ihm und seiner Familie weiterhin beständige Gesundheit und alles Gute in schwierigen Vereinszeiten!

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