Fast 300 000 türkischstämmige Mitmenschen in Deutschland sind an Diabetes erkrankt.

Diabetes-Früherkennung für Migranten

(ES/AAA). Fast 300 000 türkischstämmige Mitmenschen in Deutschland sind an Diabetes erkrankt. Das sind prozentual fast doppelt so viele wie in der deutschen Bevölkerung. Doch ihre Versorgung ist schlechter als in der Gesamtbevölkerung. Die möglichen Gründe sind vielfältig: Sprachbarrieren, kulturelle Besonderheiten oder spezifische Ernährungsgewohnheiten. Das Spendenprojekt Diabetesberatung auf Rädern will das nun ändern. Eine türkisch sprechende Diabetesberaterin wird in Städten und in ländlichen Regionen im Diabetes-Info-Mobil ab sofort quer durch Deutschland über die Volkskrankheit Diabetes aufklären. Außerdem gibt es türkischsprachiges Informationsmaterial. Für die Gruppe der Migranten ist eine mehrsprachige und kultursensible Beratung wichtig. Durch die gezielte Vermittlung von Gesundheitskenntnissen sollen Erkrankungsrisiken gesenkt und die Eigenverantwortung der Betroffenen gestärkt werden, erklärt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, die zusammen mit dem Landesverband NRW der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) das Projekt ins Leben gerufen hat.