Dialyse: Bewegungstraining steigert die Kraft, senkt den Blutdruck und entlastet das Herz

 

Dialysepatienten, ältere wie jüngere, tendieren zur Bewegungsarmut; die Folgen sind langfristig fatal: Die Leistungskraft schwindet, der Blutdruck steigt, das Herz wird geschädigt.

Auch während der Dialyse ist Bewegung wichtig
Auch während der Dialyse ist Bewegung wichtig

(ES/APA). Ein moderates körperliches Training während oder außerhalb der Dialyse kann diese Risiken minimieren, ergab eine Studie von Dr. Saskia Borregaard. „Für den gesundheitlichen Nutzen ist allerdings die Regelmäßigkeit wichtiger als die Intensität des Trainings.“

Die Sportwissenschaftlerin untersuchte ein Jahr lang bei 19 Dialysepatienten die Wirkung eines moderaten Trainingsprogramms und verglich diese Gruppe mit Dialysepatienten, die eher zu Churchils Devise neigten „Sport ist Mord“. Die Sportler trainierten zweimal wöchentlich durchschnittlich 25 Minuten während der Dialyse.

Die Ergebnisse lassen sich kalkulieren: „Es kam zu signifikanten Steigerungen der Arm- und Beinkraft und der Ausdauerleistungsfähigkeit. Ein Vergleich der Mittelwerte zeigt eine hochsignifikante Steigerung der Armkraft um 27% und der Beinkraft um 26% nach zwölf Monaten. In der Vergleichgruppe, die keinen Sport betrieb, verschlechterte sich in der gleichen Zeit die Armkraft um sechs und die Beinkraft um sieben Prozent. Die Ausdauerleistung der Sportgruppe verbesserte sich von 31 auf 40 Watt und verschlechterte sich in der Vergleichsgruppe von 33 auf 31 Watt.“

Gleichzeitig sank in der Sportlergruppe die Ruhe-Herzfrequenz von 75 auf 70 Schläge pro Minute und der Ruheblutdruck von 132/75 mmHg auf 125/73 mmHg.