Nierenerkrankungen

Die Niere ist ein lebenswichtiges Organ, das Rotwein, Bier oder Milch in Harn umwandelt. Neben der Ausscheidung von Wasser, Salzen und weiteren Stoffwechselprodukten regelt die Niere den Blutdruck und produziert wichtige Hormone wie Vitamin D oder Erythropoetin zur Blutbildung. Ist die Funktion der Niere durch Flüssigkeitsmangel, Erkrankungen oder Medikamenteneinwirkung gestört, so kann ein akutes oder chronisches Nierenversagen eintreten.

Hiebei kommt es zu Gewichtszunahme durch Ansammlung von Flüssigkeit, Salzüberladung, Blutübersäuerung und Retention weiterer Giftstoffe. Ein chronisches Nierenversagen erkennt man zumeist an Ödemen, Bluthochdruck oder Blässe durch Blutarmut.

Hauptverursacher von Nierenerkrankungen sind Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und Arteriosklerose, die gemeinsam für 75 % der Nierenversagen verantwortlich sind. Die eigentlichen Nierenerkrankungen betreffen nur 25 % und entstehen durch Schädigung der Nierenkörperchen, Nierenkanälchen, des Nierenbeckens, durch angeborene Enzymdefekte oder Missbildungen der Niere. Diese Erkrankungen werden zumeist durch Infektionen, Immun- oder Bluterkrankungen bzw. Medikamente wie Schmerz- oder Rheumamedikamente ausgelöst.

Nierenerkrankungen haben oft einen schleichenden Beginn und die Patienten sind lange Zeit beschwerdefrei. Es ist deshalb wichtig, vermeidbare Ursachen wie Fehlernährung, Übergewicht und Rauchen frühzeitig zu bekämpfen. Besteht bereits eine Nierenfunktionseinschränkung, sind eine salz- und eiweißarme Ernährung und eine medikamentöse Normalisierung des Blutdruckes sowie Blutzuckers wichtig. Versagen diese Maßnahmen, kann man durch Einsatz von Dialyse- und Nierentransplantation wiederum ein lebenswertes Leben für diese Patienten erreichen.