Sommerhitze: 6,5 Millionen Arzneimittel müssen gekühlt werden

 

Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO rät: Medikamente nicht zu lange im Auto lassen

(Wien/OTS) – In Österreich werden jedes Jahr 6,5 Millionen besonders temperaturempfindliche Arzneimittel abgegeben. Gerade an heißen Sommertagen müssen sie gekühlt werden, damit sie wirksam bleiben. Das bedeutet, dass die Lagertemperatur dieser medikamentösen „Kühlartikel“ bei maximal 8 Grad Celsius liegen darf.

Beispiele dafür sind Insulin für Diabetiker, Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Gelbfieber bei Reisen in die Tropen. Auch Dosieraerosole gegen Asthma und einige Augentropfen gegen Grünen Star müssen ununterbrochen gekühlt werden.

Hierzulande kümmert sich der Arzneimittel-Vollgroßhandel um die richtige Lagerung und Auslieferung von Arzneimitteln. Jeden Monat liefert er 19 Millionen Packungen an die Apotheken. Und um Österreich mit Arzneimitteln versorgen zu können, hält der Großhandel bezugsfähige Medikamente für fast vier Wochen auf Lager.

Die heißen Sommertage sind hierbei eine besondere Herausforderung. Monika Vögele, Generalsekretärin des Verbandes der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO, erklärt: „Wir haben für die Medikamenten-Auslieferung speziell ausgestattete Lieferwägen und können somit temperaturempfindliche Ware bis ins hinterste Tal Österreichs liefern. Damit erfüllen wir unseren gesetzlichen Versorgungsauftrag.“ Privatpersonen rät Vögele: „Keine Sorge, wenn Sie Arzneimitteln kurze Strecken bei Sommerhitze von der Apotheke nach Hause transportieren. Aber Achtung, wenn Sie diese länger im Auto belassen. Studien zeigen, dass die Wirksamkeit bei über 40 Grad Celsius nicht mehr garantiert werden kann.“

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