D: KfH weist auf Zusammenhänge zwischen Bluthochdruck und Nierenerkrankung hin.

„Bluthochdruck ist eine stille Gefahr und eine der häufigsten Ursachen für chronische Nierenerkrankungen“, weiß Prof. Dr. med. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V.

„Bluthochdruck ist eine stille Gefahr und eine der häufigsten Ursachen für chronische Nierenerkrankungen“, weiß Prof. Dr. med. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V.

Neu-Isenburg – Am 17. Mai ist Welt-Hypertonie-Tag. Das bundesweite Motto lautet: Blutdruckmessen, aber richtig – denn, wer seine Werte kennt, kann einem Bluthochdruck vorbeugen bzw. diesen gut behandeln lassen.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland Bluthochdruck, das heißt, fast jeder dritte Erwachsene ist von dieser Erkrankung betroffen. Viele wissen jedoch nichts davon, da oftmals weder Schmerzen noch andere auffällige Symptome auftreten. Ein nicht erkannter oder nicht ausreichend behandelter Bluthochdruck schädigt neben dem Herz-Kreislauf-System auch die Nieren. „Bluthochdruck ist eine stille Gefahr und eine der häufigsten Ursachen für chronische Nierenerkrankungen“, weiß Prof. Dr. med. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V., Neu-Isenburg. Aus diesem Grund sei es ein wichtiges Anliegen des KfH, anlässlich des Welt-Hypertonie-Tages auf die Bedeutung der rechtzeitigen und konsequenten Bluthochdrucktherapie hinzuweisen.

Für die Diagnostik und Behandlung eines Bluthochdrucks ist der Hausarzt der richtige Ansprechpartner. Falls aber die Blutdruckwerte trotz einer geeigneten Therapie zu hoch bleiben oder extreme Schwankungen auftreten, wird ein Hochdruckspezialist hinzugezogen. Auch die Nierenwerte sollten dann regelmäßig überprüft werden. „In der Nephrologie, also der Nierenheilkunde, spielt der Bluthochdruck eine besondere Rolle: Zum einen steigert dauerhaft hoher Blutdruck das Risiko für die Ausbildung und auch das Voranschreiten einer chronischen Nierenerkrankung, zum anderen können durch eine Nierenerkrankung die Regulationsmechanismen für den Blutdruck gestört werden, so dass dies zu Bluthochdruck führt“, erklärt Bach. Das heißt, Bluthochdruck kann somit sowohl Auslöser als auch Folge einer Nierenerkrankung sein. Aus diesem Grund hätten, so Bach, viele Ärzte in den KfH-Zentren auch bei der Deutschen Hochdruckliga eine Zusatzqualifikation zum Hochdruckexperten (Hypertensiologen DHL®) absolviert.

 

Hintergrundinformation:

Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. steht für eine qualitativ hochwertige und integrative nephrologische Versorgung nierenkranker Patienten. Es wurde im Jahr 1969 gegründet und ist damit zugleich der älteste und größte Dialyseanbieter in Deutschland. In über 200 KfH-Zentren werden mehr als 19.000 Dialysepatienten sowie aktuell rund 66.500 Sprechstundenpatienten umfassend behandelt

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