Tagung der Arge Niere Österreich vom 5. bis 7.5.2017 in Lingenau (Vorarlberg)

Die 31. Frühjahrstagung der Arge Niere Österreich fand vom 5. bis 7.5.2017 im schönen Lingenau im Bregenzerwald in Vorarlberg statt. Als Gastgeber, der die Veranstaltung bestens organisiert hat, fungierte der Vorarlberger Landesverein „Niere Vorarlberg“

ANÖ-Präsident Rudolf Brettbacher eröffnete mit großer Erwartung die 31. Arbeitstagung in Lingenau, Vorarlberg ©VNOÖ/Andreas Leitner

ANÖ-Präsident Rudolf Brettbacher eröffnete mit großer Erwartung die 31. Arbeitstagung in Lingenau, Vorarlberg ©VNOÖ/Andrea Leitner

(ANÖ/ES). Die Tagung fand in einem schönen Ambiente des Wellnesshotels Quellenhof statt. Zuvor fand noch um 15 Uhr eine Vorstandsitzung der Gesellschaft statt. Bereits mit der Anreise am Freitag stellte Vorarlbergs Obmann Erich Längle das Programm vor: So wurde für die mitgereisten PartnerInnen nicht nur eine Wanderung zu den „Quelltuff Anlagen“, sondern auch die Besichtigung des „Käsekellers Lingenau“ und eine gemeinsame Fahrt nach Riefensberg zur „Juppenwerkstatt“ organisiert. In seiner Begrüßung stellte Erich Längle vor allem die intensive Zusammenarbeit mit den anderen Bundesländern in den Mittelpunkt und freute sich, dass nun wieder das „Ländle“ als Gastgeber der ANÖ-Tagung ausgewählt wurde. Die zahlreich erschienenen Tagungsteilnehmer aus Österreich, Südtirol und der Schweiz sowie Deutschlands freuten sich auch auf den Vortrag von Dr. Helmut Koger „Geschichte der Dialyse“, der am Freitag um 17 Uhr als Eröffnung der Tagung stattfand. Im Anschluss endete der Abend mit einem gemeinsamen Abendessen!

Statutenreform, und „Niere 60/20 – Niere schützen“

Blick in den Tagungsraum ©VNOÖ/Andreas Leitner

Blick in den Tagungsraum
©VNOÖ/Andrea Leitner

Nach dem Frühstück am Samstag begrüßte ANÖ-Präsident Rudolf Brettbacher zu Beginn der Arbeitstagung die angereisten Gäste mit Partnern und stellte kurz nochmals den Ablauf und das Rahmenprogramm vor. Vorarlbergs Obmann Erich Längle freute sich, dass so viele Tagungsteilnehmer nach Vorarlberg gekommen sind und verabschiedete die mitgereisten Partner in das Rahmenprogramm. Nach seiner Begrüßung eröffnete Rudolf Brettbacher die 31. Tagung der Arge Niere Österreich und bedankte sich nochmals bei den Vorarlberger Gastgebern für die exzellente Vorbereitung. Durch die stimmberechtigten Mitglieder wurde das Protokoll der letzten Tagung einstimmig zur Kenntnis genommen. Brettbacher gratulierte in seinem Bericht dem Verein Nephro Tirol zum 10-Jahres-Jubiläum und Niere Kärnten zum 40-jährigen Jubiläum. Beide Vereine feiern 2017 runde Geburtstage. Seitens des europäischen Dachverbandes EKPF werde es Neuwahlen geben. Im Wesentlichen seien auch die „Strukturbereinigungen“ in den Landesvereinen nach Transformation der Homepages und nun durch die Namensänderungen abgeschlossen. In Wien überlege man sich noch einen vernünftigen Wortlaut, weil die Landesgruppe ja drei Bundesländer umfassen müsse. Das Projekt „Niere 60/20 – Niere schützen“,so Brettbacher, stehe weiter auf der Prioritätenliste der Gesellschaft. Mit Kärnten, der Steiermark und Vorarlberg sei man sich einig, dass auch die anderen Bundesländer folgen sollen. Oberösterreich und Tirol stehen bereits in Verhandlungen und in Salzburg wird der dortige Verein nun die Forderungen in die Landeszielsteuerungskommission einbringen, so Obfrau Karin Wohlschlager. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Präsident konnte Rudolf Brettbacher auch in Linz einen Vortrag zum Thema „Patienten als Anwalt im Gesundheitsbereich“ halten und freute sich auch auf die rege Teilnahme im Auditorium. Neu zu besetzen seien auch die Patientenvertreter im Beirat von Austrotransplant. In der Tagung wurden auch die neuen Statuten beschlossen, welche in den nächsten Wochen der Vereinsbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden. Der Vereinssitz ist nun Wien und die Postadresse St. Georgen an der Gusen.

Deutschland und Schweiz zu Gast bei der Tagung

Alle

vlnr: Rudolf Brettbacher (ANÖ), Egon Saurer (ANÖ), Holger Jörg Göttmann (BRD), Thomas Hunziker (Schweiz), Peter Gilmer (Bundesverband Niere e.V.) und der Gastgeber Erich Längle (VNV) ©VNOÖ/Andrea Leitner

Zur Tagung in Vorarlberg konnte die ANÖ auch erstmals Vertreter aus der BRD und der Schweiz begrüßen. So reisten aus Deutschland der Bundesvorsitzende Peter Gilmer mit Holger Jörg Göttmann und aus der Schweiz Thomas Hunziker an. Beide stellten in ihren Referaten den Aufbau und die Gliederung der Verbände in ihren Heimatländern vor. In Deutschland findet auch ein sogenannter Verbandstag statt. Außerdem bemüht sich der Bundesverband auch eine positive Einstellung zur Organspende herzustellen. Förderungen werden in Deutschland primär über die Krankenkassen abgewickelt. Mit der Europäischen Gesundheitsakte sei man ebenfalls befasst. Die Arbeitstagung befasste sich auch noch mit der Refundierung der Tagungskosten. Ebenfalls wurden noch die Aktivitäten der einzelnen Bundesländer vorgetragen. Die Herbsttagung der Gesellschaft soll vom 6.bis 8.10.2017 in der Steiermark stattfinden!

Gemeinsames Abendessen des Landes Vorarlberg

Zum Abendessen begrüßte Erich Längle als Gastgeber und Obmann des Vereins Niere Vorarlberg die Gesundheitssprecherin der ÖVP im Vorarlberger Landtag, Frau Martina Rüscher ©VNOÖ/Andreas Leitner

Zum Abendessen begrüßte Erich Längle als Gastgeber und Obmann des Vereins Niere Vorarlberg die Gesundheitssprecherin der ÖVP im Vorarlberger Landtag, Frau Martina Rüscher ©VNOÖ/Andrea Leitner

Nach der Arbeitstagung konnte der Verein Niere Vorarlberg die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abendessen einladen. Seitens des Vorarlberger Landtages nahm in Vertretung des Gesundheitslandesrates Frau Martina Rüscher als Abgeordnete des Vorarlberger Landtages und Gesundheitssprecherin der Vorarlberger Volkspartei an der Abendveranstaltung teil. Primar Prof. Dr. Karl Lhotta beehrte die Veranstaltung ebenfalls als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie. Erich Längle begrüßte in seiner Ansprache vor dem Essen die Ehrengäste und freute sich besonders, dass die ANÖ in Vorarlberg auch die Teilnehmer aus der Schweiz und Deutschlands begrüßen konnte. Frau Abgeordnete Martina Rüscher überbrachte nicht nur die besten Grüße des verhinderten Gesundheitslandesrates Christian Bernard, sondern richtete der Gesellschaft auch die besten Grüße des Landeshauptmannes aus mit dem sie auf der Fahrt zur Abendveranstaltung noch telefoniert habe. Vorarlberg freue sich, dass die Tagung im „Ländle“ organisiert wurde und es sei ihr auch als Gesundheitssprecherin ein Anliegen, die Gesundheitspolitik in den Mittelpunkt zu stellen. Sie bedankte sich auch bei den ehrenamtlichen Funktionären für den Einsatz und vor allem für die Bewältigung eines oft schweren Lebensweges. Primar Karl Lhotta stellte in seiner Ansprache vor allem die wichtige Zusammenarbeit mit den Patientenvereinen heraus und verteilte das in Schladming erstellte „Schladminger Manifest“ mit der Bitte um möglichst viele Unterschriften. Rudolf Brettbacher sprach abschließend nochmals an alle die Dankesworte und freute sich, dass die gelungene (aber intensiv geführte)Tagung in Vorarlberg nun mit einem gemeinsamen Abendessen auf Einladung des Landes Vorarlberg einen würdigen Abschluss fand.

Primar Prof. Dr. Karl Lhotta als Leiter der Nephrologie und Dialyse vom Landeskrankenhaus Feldkirch und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie begrüßte die Tagungsteilnehmer ©VNOÖ/Andreas Leitner

Primar Prof. Dr. Karl Lhotta als Leiter der Nephrologie und Dialyse vom Landeskrankenhaus Feldkirch und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie begrüßte die Tagungsteilnehmer ©VNOÖ/Andrea Leitner

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