Tagung der Arge Niere Österreich vom 7. bis 9.10.2016 in Wien-Hetzendorf

Neuregelung der Mitgliedsbeiträge und Statutenreform der Gesellschaft beschlossen – „Niere 60/20“ und Schulprojekte auf der Agenda

pict0089

Elisabeth Kahnert begrüßte (links im Bild Kärntens Obmann Gernot Waste) als Gastgeberin die ANÖ in der Bundeshauptstadt sehr herzlich (©ANÖ/Egon Saurer)

(ANÖ/ES). Die 30. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Niere Österreich (ANÖ) fand dieses Mal in Wien statt. Im Vorfeld organisierte der Wiener Landesverband (Gesellschaft der Nierentransplantierten und Dialysepatienten für Wien, Niederösterreich und Burgenland) die Tagung im schönen Gartenhotel Altmannsdorf in Wien Hetzendorf. Am Freitagabend veranstaltete der Verein „Selbsthilfe Niere“ im C3 Convention Center ein Patientensymposium „Organe schützen – Informationen nützen“.
Am Samstag begrüßte Gastgeberin Elisabeth Kahnert noch einmal die angereisten Delegierten aus den Bundesländern mit ihren PartnerInnen und stellte launig und humorvoll das Rahmenprogramm für die mitgereisten Begleiter (Stadtrundgang in Wien) vor. Präsident Rudolf Brettbacher eröffnete als Vorsitzender die Tagung der Gesellschaft. Protokollarisch wurde das Protokoll der Frühjahrstagung einstimmig angenommen. Auch ein Antrag auf Erweiterung der Homepage auf 5 GB wurde von den stimmberechtigen Mitgliedern einhellig zur Kenntnis genommen. Brettbacher ersuchte die Bundesländervereine weiter Mitarbeiter zu gewinnen und so die Vereine in Kontinuität am Leben zu erhalten.

Schulprojekt „Let`s talk about us“ und Projekt „Niere schützen“

Intensiv wurde auf der Tagung das erfolgreiche Schulprojekt aus Oberösterreich „Let´s talk about us“ diskutiert. Bisher wurden bereits 97 Vorträge in den Oberösterreichischen Schulen veranstaltet. Der erfolgreiche Weg sollte auf jeden Fall in den anderen Bundesländern eingeschlagen werden. In Vorarlberg und Tirol sind die Schulprojekte ebenfalls schon seit geraumer Zeit im Gang. Als weiterer Diskussionspunkt stand das Projekt „Niere 60/20“ auf der Tagesordnung: Die Umsetzung in den Bundesländern ist unterschiedlich im Zeitplan. Oberösterreich und Tirol haben bereits Gespräche begonnen. In Tirol wurde das Konzept bereits in die Landeszielsteuerungskommission eingebracht. Vorarlberg hat das Projekt zur Gänze umgesetzt. In Kärnten ist man auf fruchtbaren Weg und in der Steiermark dürfte die Umsetzung im Finale sein. Grundsätzlich ist das Konzept des Projektes auf die Früherkennung von Nierenkrankheiten ausgerichtet. Mit nur mehr 60 Prozent der Nierenleistung soll eine Zuweisung durch den praktischen Arzt an den Nephrologen erfolgen und mit 20 Prozent Restfunktion muss über die geeignete Nierenersatztherapie gesprochen werden. Der ANÖ ist es ein Anliegen, dass die Umsetzung in allen Bundesländervereinen durch die Landeszielsteuerungskommissionen erreicht werden kann. Doris Trinkl als Vertreterin der EKPF in Europa berichtete über die Aktivitäten der internationalen Agentur, die sich vor allem in den EU-Gremien um Mitsprache bemüht.

Großer Nephrologen-Kongress in Wien

brettbacher111

ANÖ-Präsident Rudolf Brettbacher moderierte die Tagung in gewohnt professioneller Art (©ANÖ/Egon Saurer)

Egon Saurer berichtete vom 53. ERA-EDTA-Kongress in Wien. Vom 21. bis 24. Mai veranstaltete die europäische nephrologische Fachgesellschaft ERA-EDTA (European Renal Association – European Dialysis and Transplantation Association) und die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie (ÖGN) gemeinsam den europäischen Nierenkongress ERA-EDTA im Austria Center Vienna mit mehr als 8.000 TeilnehmerInnen als größtes europäisches Forum für Nephrologie und Hypertensiologie. 1 Mio. Österreicher leiden an milden, chronischen Nierenschäden, 200.000 an beträchtlichen Nierenproblemen, aber 3/4 wissen nichts von der eigenen Erkrankung. Einfache Früherkennung durch Blut-und Harntests, insbesondere bei Risikogruppen, kann Leben retten. 10-13 % der ÖsterreicherInnen leiden an Nierenschäden.

Mitgliedsbeiträge neu – Entwurf für die Vereinsstatuten beschlossen

.Neu geregelt wurden auch die Mitgliedsbeiträge der Bundesländervereine für die Arge Niere Österreich. So wurde ein Sockel mit einem Mindestbeitrag von 100 und einem Höchstbetrag von 500 Euro eingezogen. Der Mitgliedsbeitrag orientiert sich nun mit 1,50 pro Mitglied gemessen am Regionalprodukt des einzelnen Bundeslandes. Dieser Antrag wurde mehrheitlich angenommen. Intensiv wurde auch über die Statuten der ANÖ diskutiert. So wurden wesentliche Änderungen in der Organisationsform beschlossen und Egon Saurer ermächtigt, einen Entwurf zur Beschlussfassung durch die Generalversammlung vorzulegen. Die neuen Statuten sollen nach Begutachtung bei der Frühjahrstagung im Mai 2017 in Vorarlberg beschlossen werden.

Großer Dank an Elisabeth Kahnert und ihr Team

ANÖ-Präsident Rudolf Brettbacher  dankte dem Landesverein WNB mit Präsidentin Elisabeth Kahnert an der Spitze für die hervorragende Vorbereitung der Tagung und die Ausrichtung in den schönen Räumlichkeiten des Gartenhotels Altmannsdorf. „Wir alle haben uns hier sehr wohl gefühlt und besonders das süße Geschenk der Sachertorte sei ein Zeichen der Verbundenheit der ANÖ  mit der Bundeshauptstadt Wien!“

unspecified

Die Tagungsteilnehmer der ANÖ im Park des Tagungshotels in Wien ©ANÖ/Andrea Leitner

 

This entry was posted in Aktuelle Nachrichten, ANÖ. Bookmark the permalink.