Weltnierentag 2016: Arge Niere Österreich will keine weiteren Verschlechterungen in der Gesundheitsversorgung

Weltnierentag 2016 unter dem Motto „Kinder und Nierenkrankheit: Frühzeitiges Handeln zur Prävention“

Arge-Niere-Präsident Rudolf Brettbacher zum Weltnierentag: "Der Weltnierentag soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Gesunderhaltung der Nieren zu schulen"

Arge-Niere-Präsident Rudolf Brettbacher zum Weltnierentag: „Der Weltnierentag soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Gesunderhaltung der Nieren zu schulen“

(ANÖ). Am 10.3.2016 findet wieder der internationale Weltnierentag unter dem Motto „Kinder und Nierenkrankheit: Frühzeitiges Handeln zur Prävention“ statt. Zahlreiche Veranstaltungen der Selbsthilfevereine in Zusammenarbeit mit den örtlichen Nephrologien zeichnen diesen Tag aus. „Die Welttage sind immer ein guter Anlass, sich selbst wieder bewusst zu werden, wie wichtig die Nieren sind und ob man sie auch entsprechend gut betreut – genügend trinkt, auf einen normalen Blutdruck achtet und die verordneten Medikamente regelmäßig einnimmt“, so der Präsident der Arge Niere Österreich (ANÖ), Rudolf Brettbacher. Ein Gedanke sollte auch für die vielen NierenpatientInnen Platz haben: Viele davon benötigen Hilfe oder suchen jemanden, um Fragen beantwortet zu bekommen oder gemeinsam über das Erlebte reden zu können. Die Selbsthilfegruppen und Vereine können dies auch anbieten. „Zentrale Anlaufstelle sind in ganz Österreich die gut aufgestellten und betreuten Bundesländervereine. Zusammengefasst im Dachverband der Arge Niere Österreich als zentrale Österreich weite Plattform für die Gesamtinteressen aller Nierenpatienten. Auf eine enge Kooperation in wissenschaftlichen Fragen mit der Gesellschaft für Nephrologie wird großen Wert gelegt.

„Von den politischen Entscheidungsträgern erwartet sich die Arge Niere Österreich, dass die Rahmenbedingungen im Gesundheitsbereich nicht schlechter, sondern noch besser werden, dass sich genügend Ärzte für das Mangelfachgebiet Nephrologie entscheiden und ausreichend Abteilungen und Facharztpraxen zur Verfügung stehen.

„Die Wichtigkeit der Nephrologie wird derzeit weit unter ihrem Wert geschlagen. Die Nieren sind ein hoch komplexes System und für viele Funktionen in unserem Körper zuständig“, unterstreicht Rudolf Brettbacher seinen Appell. Übergewicht, falsche Ernährung und mangelnde Bewegung führen immer öfter zu Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes. Beides sind Risikofaktoren für Nierenerkrankungen, die eine Dialyse-Behandlung oder eine Organtransplantation nach sich ziehen können.

Chronische Nierenerkrankungen bleiben oft lange unbemerkt, da sie ohne Schmerzen verlaufen. Durch eine verbesserte Früherkennung könnten dem Gesundheitssystem erhebliche Kosten und vielen Patienten ein Leben mit Dialyse erspart bleiben: Deshalb sollen besonders Hochrisikopatienten mit dem Albuminurietest, der Nierenschädigungen sicher aufspürt, regelmäßig getestet werden. Durch die Früherkennung kann das Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden.

 

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