Sozialrechtliche Werte 2017

Höchstbeitragsgrundlagen
a) Für den Bereich des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG)
Höchstbeitragsgrundlage
für Sonderzahlungen
monatlich jährlich
Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pensionsversicherung EUR 4.980,– EUR 9.960,–
Arbeitslosenversicherungsbeitrag und Zuschlag nach dem
Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz (IESG) EUR 4.980,– EUR 9.960,–
Bauarbeiter-Schlechtwetter EUR 4.980,– EUR 9.960,–
Beitrag nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz EUR 4.980,– EUR 9.960,–
Wohnbauförderungsbeitrag EUR 4.980,–
Arbeiterkammerumlage EUR 4.980,–
b) Für den Bereich des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes (GSVG) und
des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes (BSVG)
Krankenversicherung und Pensionsversicherung monatlich EUR 5.810,–
Geringfügigkeitsgrenzen (Versicherungsgrenzen)
– § 5 Abs. 2 ASVG
monatlich EUR 425,70
– für neue Selbständige nach dem GSVG EUR 425,70

Krankenversicherungsbeiträge
a) Krankenversicherung insgesamt Anteil Dienstgeber Anteil Dienstnehmer
Angestellte 7,65 % 3,78 % 3,87 %
Arbeiter 7,65 % 3,78 % 3,87 %
Sonstige Versicherte 7,65 % 3,78 % 3,87 %
Beamte 7,635 % 3,535 % 4,10 %
Freie Dienstnehmer (ASVG) 7,65 % 3,78 % 3,87 %
Gewerbetreibende 7,65 %
Neue Selbständige (GSVG) 7,65 %
Bauern 7,65 %
Bezieher einer Pension nach ASVG, GSVG, BSVG 5,10 %
b) Unfallversicherung
Arbeiter, Angestellte 1,3 % 1,3 %
Beamte 0,47 % 0,47 %
Freie Dienstnehmer (ASVG) 1,3 % 1,3 %
Gewerbetreibende EUR 9,33 monatlich
Freiberufler EUR 9,33 monatlich
Neue Selbständige (GSVG) EUR 9,33 monatlich
Bauern (Betriebsbeitrag) 1,9 %
c) Pensionsversicherung
Arbeiter, Angestellte 22,8 % 12,55 % 10,25 %
Bergbaubeschäftigte 28,3 % 18,05 % 10,25 %
Freie Dienstnehmer (ASVG) 22,8 % 12,55 % 10,25 %
Gewerbetreibende 18,5 %
Freiberufler 20,0 %
Neue Selbständige (GSVG) 18,5 %
Bauern 17,0 %

Rezeptgebühr
Die Rezeptgebühr beträgt 2017 EUR 5,85
Für die Befreiung von der Rezeptgebühr (Antrag!) gelten ab 2017 folgende Grenzbeträge:
a) Für Personen, deren monatliche Nettoeinkünfte
für Alleinstehende EUR 889,84
für Ehepaare EUR 1.334,17
nicht übersteigen.
Diese Beträge erhöhen sich für jedes Kind um EUR 137,30.
b) Für Personen, die infolge von Leiden oder Gebrechen überdurchschnittliche Ausgaben nachweisen
(chronisch Kranke), sofern die monatlichen Nettoeinkünfte
für Alleinstehende EUR 1.023,32
für Ehepaare EUR 1.534,30
nicht übersteigen; für jedes weitere Kind sind EUR 137,30 hinzuzurechnen.
Leben im Familienverband des Versicherten Personen mit eigenem Einkommen, so ist dieses zu berücksichtigen.
Service-Entgelt für die e-card:
Höhe des Service-Entgelts für das Jahr 2018 EUR 11,35
Das Service-Entgelt für das Jahr 2018 wird im November 2017 eingehoben.
Heilbehelfe und Hilfsmittel – Kostenanteil
Der Kostenanteil des Versicherten für Heilbehelfe (orthopädische Schuheinlagen, etc.) beträgt ab 1. Jänner 2017
mindestens EUR 33,20. Der Kostenanteil des Versicherten bei der Abgabe von Sehbehelfen beträgt mindestens
EUR 99,60. Für Kinder, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, für schwerbehinderte Kinder sowie für
Personen, die wegen besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind, gibt es keine Kostenbeteiligung.

Kinderbetreuungsgeld
a) Kinderbetreuungsgeld täglich:
bei einer Bezugsdauer von 30 Monaten (+ 6 Monate bei Teilung mit Partner) EUR 14,53
bei einer Bezugsdauer von 20 Monaten (+ 4 Monate bei Teilung mit Partner) EUR 20,80
bei einer Bezugsdauer von 15 Monaten (+ 3 Monate bei Teilung mit Partner) EUR 26,60
bei einer Bezugsdauer von 12 Monaten (+ 2 Monate bei Teilung mit Partner) EUR 33,–
Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld mit maximal 14 Monaten Bezugsdauer
(davon mindestens 2 Monate der andere Elternteil)
in der Höhe von 80 % des letzten Nettoeinkommens mindestens EUR 33,–
bis maximal EUR 66,–
Die Zuverdienstgrenze stellt auf die Einkünfte desjenigen Elternteiles ab, der das Kinderbetreuungsgeld bezieht.
Es ist also nicht das Familieneinkommen bzw. das Einkommen des (Ehe-)Partners maßgeblich. Die Zuverdienstgrenze
für das Kalenderjahr 2017 beträgt 60 % des letzten Einkommens (individueller Grenzbetrag) oder
EUR 16.200,– (absoluter Grenzbetrag). Hinsichtlich des Einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes ist nur
ein Zuverdienst von EUR 6.800,– möglich. Diese Zuverdienstgrenzen gelten für Bezugszeiträume ab dem Kalenderjahr
2017.
ACHTUNG: Für Geburten ab 1. März 2017 gilt eine neue Rechtslage: Die Pauschalvarianten des Kinderbetreuungsgeldes
werden in ein „KBG-Konto“ ungewandelt,
b) Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld
Bezieher/innen einer Pauschalvariante können maximal für ein Jahr ab Antragstellung eine Beihilfe zum
Kinderbetreuungsgeld in der Höhe von täglich EUR 6,06 beziehen. Die Zuverdienstgrenze beträgt für die/den Antragsteller/
in jährlich EUR 6.800,– und für den/die Partner/in EUR 16.200,– (für Bezugszeiträume ab dem Kalenderjahr 2017).

Erhöhung der Pensionen ab 1. Jänner 2017
Die Pensionen werden ab 1. Jänner 2017 nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen um 0,8 % erhöht.
Pensionen mit einem Stichtag im Jahr 2016 werden erst ab 1. Jänner 2018 angepasst.
Richtsätze für Ausgleichszulagen
Die Richtsätze ab 1. Jänner 2017 betragen:
Alters- und Invaliditätspensionen
für Alleinstehende EUR 889,84
für Bezieher einer Eigenpension, die mind. 360 Beitragsmonate der EUR 1.000,00
Pflichtversicherung aufgrund einer Erwerbstätigkeit erworben haben
für Ehepaare EUR 1.334,17
Erhöhung für jedes Kind EUR 137,30
Witwen- und Witwerpensionen EUR 889,84
Waisenpensionen bis zum 24. Lebensjahr
Halbwaisen EUR 327,29
Vollwaisen EUR 491,43
Waisenpensionen ab dem 24. Lebensjahr
Halbwaisen EUR 581,60
Vollwaisen EUR 889,84
Höchstbemessungsgrundlage
(auf Basis der „besten 29 Jahre“)
ASVG, GSVG, BSVG EUR 4.194,13
Bemessungsgrundlage für Zeiten der Kindererziehung
ASVG, GSVG, BSVG EUR 1.139,–

Pflegegeld
Stufe 1 EUR 157,30
Stufe 2 EUR 290,–
Stufe 3 EUR 451,80
Stufe 4 EUR 677,60
Stufe 5 EUR 920,30
Stufe 6 EUR 1.285,20
Stufe 7 EUR 1.688,90
– Zuzahlungen bei Maßnahmen der Rehabilitation und bei Maßnahmen der Festigung der
Gesundheit und der Gesundheitsvorsorge in der Kranken- und Pensionsversicherung
1. Grenzbetrag für die Befreiung von Zuzahlungen:
Personen, deren monatliche Bruttoeinkünfte nicht übersteigen EUR 889,84
2. Höhe der Zuzahlungen pro Verpflegstag:
monatliches Bruttoeinkommen von EUR 889,85 bis EUR 1.471,22 EUR 7,97
monatliches Bruttoeinkommen von EUR 1.471,23 bis EUR 2.052,61 EUR 13,65
monatliches Bruttoeinkommen über EUR 2.052,61 EUR 19,35
Die Zuzahlungen bei Maßnahmen der Rehabilitation sind höchstens für 28 Tage im Kalenderjahr zu leisten.

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